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Aktualisiert 3. September 2010
Am 9. Dezember 2004 wurde der politisch und konfessionell neutrale Verein
F-NETZNordwestschweiz in Basel gegründet
(vgl. Statuten.
)
Gleichzeitig ist zwischen F-NETZNordwestschweiz und der ISORBA (Interessengemeinschaft Soziale Arbeit Region Basel,
ISORBA
) ein Kooperationsvertrag abgeschlossen worden.
Verantwortlich für die Gründung des Vereins F-NETZNordwestschweiz zeichnen Margrit Hungerbühler-Räber (mahu) und Kathrin Keller-Schuhmacher (kk) als Co-Leiterinnen. In ihren früheren Tätigkeiten im Frühbereich waren sie eingebunden in Institutionen und vorgegebene Strukturen. Jetzt wollen sie sich auf unabhängige, selbständige und eigenverantwortliche Weise für die Belange des Frühbereichs einsetzen.
F-NETZNordwestschweiz wird finanziert durch die Aktivitäten der beiden Co-Leiterinnen und durch Beiträge von Sponsoren. Sämtliche Einkünfte der beiden Co-Leiterinnen fliessen in die Vereinskasse und werden für die zum Teil sehr kostenintensive Öffentlichkeitsarbeit für die Bedürfnisse und Anliegen des Frühbereichs eingesetzt. Den Co-Leiterinnen werden vom Verein lediglich die Spesen und die Unkosten für die eigene Fortbildung zurückerstattet.
1. Ziele
F-NETZNordwestschweiz will dazu beitragen, dass die ersten Lebensjahre in ihrer Bedeutsamkeit für das Wohlbefinden der Gesellschaft in der Region Nordwestschweiz öffentlich wahrgenommen werden.
Dazu bildet F-NETZNordwestschweiz eine Plattform, von der aus daran gearbeitet wird, dass die Konsequenzen wissenschaftlicher Erkenntnisse in die alltägliche Entwicklungsbegleitung von Säuglingen und Kleinkindern Eingang finden.
2. Philosophie
F-NETZNordwestschweiz betrachtet den Menschen als Individuum, getragen und eingebettet in die Familie und in die engere und weitere Gemeinschaft aller. Keiner lebt für sich allein, alle sind vernetzt und aufeinander angewiesen.
Jedes Individuum ist aufgefordert, alles ihm Mögliche dazu beizutragen, dass ihm und anderen jene Entwicklung gelingt, die zur eigenen Lebensbewältigung notwendig ist.
F-NETZ kennt innerhalb der Betroffenen im Frühbereich keine Hierarchisierung vom Experten zum Fussvolk. Alle sind Experten in ihrem ureigenen Gebiet und werden ernst genommen als Partner, Partnerin. So sind auch der Säugling und das Kleinkind keine Objekte, über die verfügt werden kann. Die Kinderrechtekonvention, von der Schweiz 1997 ratifiziert, gilt für alle Kinder von Anfang an.
Wenn die Lebensabschnitte mit der Darstellung eines Hauses versinnbildlicht werden, dann bildet der Frühbereich das Fundament, das in seiner Bedeutung wahrgenommen und in Bezug auf Stabilität und Festigkeit beachtet werden muss. Deshalb ist es Aufgabe der Öffentlichkeit und Politik, sich bei diesem Hausbau nicht ausschliesslich um obere Stockwerke zu sorgen und dort Interesse anzubringen und Geld zu investieren, sondern auch da Präsenz zu zeigen, wo der Befund der Gesellschaft seine Wurzeln hat, in den aller ersten Lebensjahren menschlichen Daseins.
F-NETZNordwestschweiz ist dem salutogenetischen Ansatz verpflichtet. Krisen im Frühbereich gehören zu dieser Entwicklungszeit und werden nicht primär als Störung betrachtet. Der Frühbereich ist ein Lebensabschnitt eigener Prägung, mit Berg und Talfahrten, gleichgewichtslabil und äusserst störungsanfällig. Unsere Gesellschaft sieht sich am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur menschlichen Entwicklung konfrontiert, die eine Neuorientierung in der Begleitung von Säuglingen und Kleinkindern erfordern. Die Umsetzung dieser neuen Erkenntnisse in die Praxis wird Säuglinge und Kleinkinder als kompetente aktive Mitgestalter ihrer Entwicklung anerkennen, einbeziehen und ihnen dementsprechend begegnen. Die Ergebnisse der Forschung zeigen, dass Bildung mit der Geburt beginnt und grundsätzlich mehr und anderes beinhaltet als formale Wissensvermittlung. Alle unmittelbar im Frühbereich Engagierten übernehmen mit ihrem Beitrag zu gelingender Entwicklung während der ersten Lebensjahren eine grosse Verantwortung und bedürfen der entsprechenden Anerkennung und Wertschätzung durch die Gesellschaft.
3. Vereinsstruktur und Vorstandsmitglieder
Der Verein befindet sich in einer Pionier- und Aufbauphase, sodass eine Neuaufnahme von Mitgliedern zurzeit nicht möglich ist.
Die Vorstandsmitglieder sind:
Margrit-Hungerbühler-Räber, Co-Leiterin
Kathrin Keller-Schuhmacher, Co-Leiterin
Urs Rufli, Geschäftsleiter ISORBA, Beisitzer
Eliane Tobler, Kassierin
4. Porträts der Co-Leiterinnen
Margrit Hungerbühler-Räber
Im Jahre 2004 waren es 50 Jahre her, dass ich nach der Matura mein erstes Praktikum in einem Kinderheim startete. Nach dem Studium der Heilpädagogik, der Kinder- und Jugendpsychologie und der Psychopathologie und der Ausbildung zur Erziehungsberaterin und Kindertherapeutin wurde ich bei der täglichen Arbeit an einer Beratungsstelle mit den Nöten und Problemen von Schulkindern und Jugendlichen und ihren Müttern/Vätern konfrontiert. Selber Mutter von drei Kindern geworden und nach Erfahrungen mit Pflege- und Tageskindern war für mich die Entscheidung eindeutig, mich beruflich nur noch im Frühbereich einsetzen zu wollen. Als Vision stand im Vordergrund, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt und auf vielfältige Art und Weise dazu beizusteuern, dass Entwicklung vom aller ersten Anfang an gelingen kann. Das geschah in der Folge mit Beratung von Müttern/Vätern mit Kleinkindern, in Ausbildung und Fortbildung und Praxisbegleitung von Fachpersonen im Frühbereich, in der Organisation von Tagungen zu aktuellen Themen der ersten Lebensjahre und in Projektarbeit rund um den Frühbereich. Als Konsequenz der beruflichen Tätigkeit erfolgten im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Formen von Engagements bei fachspezifischen Herausforderungen auf institutioneller, kommunaler und kantonaler Ebene. Hier standen der Realisierung erkannter notwendiger Massnahmen und der Weiterentwicklung von vorgefundenen Tatsachen oft unüberwindbare, von aussen gesetzte Grenzen gegenüber; Umstände, die in Zusammenarbeit mit einer Weggefährtin 2004 zur Gründung von F-NETZNordwestschweiz beigetragen haben. Es galt, ein Podium zu schaffen, das eine unabhängige und in Eigenverantwortung getragene Arbeit im Frühbereich ermöglichen soll.
Kathrin Keller-Schuhmacher
Während meiner Gymnasialzeit leitete ich Treffen und Lager im Rahmen einer Kinder und Jugendorganisation, begann dann aber 1963 ein naturwissenschaftliches Studium. Nach dessen Abschluss arbeitete ich in der pharmazeutischen Industrie. In diese Zeit fiel die Gründung einer Familie. Meine beiden Kinder waren Anlass, dass ich mich vertieft mit Psychologie und Pädagogik befasste, mir Kenntnisse zur Arbeit mit Kleinkindern aneignete und notwendiges Rüstzeug zur Eltern und Erwachsenenbildung holte. Ich initiierte in meiner Gemeinde Spielgruppen, die ich während mehr als 10 Jahren organisierte. Den dafür notwendigen Sachverstand hatte ich in einer der ersten Ausbildungen zur Spielgruppenleiterin in der Schweiz erworben. Während vieler Jahre leitete ich Gruppen von Müttern/Vätern mit ihren Kleinkindern und Säuglingen. Parallel dazu hatte ich während 10 Jahren das Präsidium der Elternbildung Baselland, ebbl, inne. In dieser Funktion begleitete ich 1992 – 1994 das Pilotprojekt „Prävention im Frühbereich“ in der Suchtprävention des Kantons Basel-Landschaft. Während und nach Abschluss meines Zweitstudiums in Psychologie mit Schwerpunkten Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie war ich freiberuflich als Kurs- /Gruppenleiterin und Beraterin in diversen Anwendungsfeldern tätig. 1998 wurde mir von der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion BL die Konzipierung des zweiten kantonalen Frühbereichprojektes übertragen. Ab Juli 1999 war ich zur Durchführung des Projektes „Gesundheitsförderung im Frühbereich" für fünf Jahre bis Oktober 2004 – mit einem 60%Pensum in der Gesundheitsförderung BL angestellt. In der deutschsprachigen Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit,
www.gaimh.de
, war ich 1999 MitInitiantin der Arbeitsgruppe „Salutogenese im Frühbereich“ (neu: „Entwicklungsbegleitung“) und arbeitete als deren Vertreterin mit im GAIMHProjekt „Fort und Weiterbildungsstandards für Begleitung, Beratung und Psychotherapie für Kinder von 0 bis 3 Jahren mit ihren Eltern und anderen Bezugspersonen“.
5. Sponsoren
GAIMH,
www.gaimh.de
Leonardo Stiftung, Basel
X-Ray AG Werbung und Kommunikation,
www.x-ray.ch
X-Site AG, Web Communications,
www.x-site.ch
Webland AG, WebHosting,
www.webland.ch
6. Urheberrechte
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